Vom Rotlicht- ins Hipster-Kostüm: Keong Saik

Vom Rotlicht- zum Hipster-Viertel Singapur Keong Saik

Eigentlich sind es nur drei Straßen. Aber zusammen bilden sie die kleine Hipster-Oase Keong Saik am westlichen Rand von Singapurs Chinatown.

In den 60ern wäre man in Keong Saik nicht mit Jutebeutel bewaffnet auf Jagd nach einem Smoothie Bowl gegangen. Denn damals war die Gegend eines der bekanntesten Rotlicht-Viertel der Stadt, beherrscht von Gangstern. 

Back to the Roots.

Heute hat Keong Saik ein cleanes Image. In die kleinen Koloniehäuser sind Shops, Cafés und Galerien eingezogen. Man sagt dem Viertel nach, dass es das beste kulinarische Angebot der Stadt hat. 

Die Neuerfindung ist aber gar nicht so neu. Vor dem Feldzug der Bordelle wurden die Häuser wie in vielen Vierteln Singapurs als zwei- bis dreigeschossige Shophouses errichtet: unten Gewerbe, oben Wohnen. Im Prinzip ist also die „alte Nachbarschaft“ in die Art-Deco-Häuser eingezogen. Mit neuem Anstrich und neuem Interieur. 

Singapurs Mini-Viertel

Keong Saik ist nur ein Beispiel für ein wachsendes Mini-Viertel in Singapur. Der bekannteste Hipster-Streifen ist die die Haji Lane – ein Straßenzug aus traditionellen Shophouses mitten im muslimischen Viertel von Singapur. Das Besondere: Die Geschäfte, Cafés, Galerien und Startups müssen nach zwei Jahren das Feld verlassen – und Platz für neue Kreative schaffen.

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